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#1475
Klaus
Teilnehmer

Flugbericht 28.03.2016
Wind: Ost, Südost
Geschwindigkeit bis max 40 kmh
sonnig
Thermik: praktisch keine

Wetter quasi wie gestern.
Wind etwas weniger, wie gestern.
Thermik? Was ist das?
So war das Fliegen am Südhang nicht berauschend. Manchmal sogar gefährlich für die Needle. Wenn der Wind so richtig auf Ost drehte, dann war das hinuntersaugen perfekt. Unten beim Kreuz, wo es einem normalerweise an der kleinen Kuppe hebt: nix!! Gar nix!!! Aber die Kurve muss man zu Ende fliegen. Nur ja nicht ziehen. Wie aber dann um die Kurve kommen? Also Flach bleiben und Richtung Rechter Graben ausfliegen. „Harharhar!“, da lauerte erst recht das Lee! Mit Müh und Not verschwindet das Flugzeug nicht hinter der Kante. Ich kann sie wieder heraufholen. Geschafft!
Doch man gibt nicht auf. Der nächste und der nächste durchgebeutelte unnötige Ritt. Mann will ja ein Held sein. Manchmal gelingt es auch und manchmal rutscht das Herz in die Hose. Mit Glück geht sich oben beim Start eine Wende aus und kann gegen den Wind landen.
Ja ja, das Landen. „Harharhar!“Nr.2 ….Wie lange braucht der Schall um bei einem anzukommen? Jedenfalls bemerkt das Ohr, das Auge schon den Unterschied zwischen Sehen und Hören, wenn Pilot weiter unten landen muss. Fein wird es bei diesem Geräusch. Flugzeug setzt auf. Auge sieht es. Der Schall kommt. „sssssssfffft“, das Gras. „zack“, das Holz.
DAAAAAS HOOOOOOLZ!!!!!!!
Schon wieder ein Ast!!! Ich hoffte mich verhört zu haben. Fußmarsch hinunter zur Needle. „ssssssssfffft“, war richtig. „zack“, war richtig. Meine Sinne haben mich nicht getäuscht, aber beinahe ausrasten lassen beim Anblick des Astes. Passiert ist nix, das „sssssssfffft“ bremste offensichtlich gut genug bis zum „Zack“. Da möchte ich anmerken, dass ich die Wiese zuvor abgegangen bin um Hundestöckchen einzusammeln. Wer Brennholz braucht, der möge sich dieses beim Montagetisch abholen. Ja, und den Maulwurfshügeln bin ich mit dem Eisenrechen zu Leibe gerückt. Alles besser als harzen …

Ein paar kleine schöne Runden waren auch dabei. Der Vollständigkeit halber geschrieben.

Klaus

Flugbericht 28.03.2016 16:30h
Wind: Nord-Nord-West
Geschwindigkeit bis max 38 kmh
stark bewölkt, manchmal kurze Sonnenfenster
Thermik: praktisch keine

Westhang

Niemand war da. Keiner zum Fragen. Soll ich bei den Bedingungen die Needle rauswerfen? Ist das Wetter eine Drohung zum Basteln? Hmmmm ?
Mal die Hangkante abgehen. Wie verhält es sich da mit dem Wind?
Wie gedacht, die westliche Seite des Hanges liegt etwas im Lee, oder sollte man besser sagen ist schlecht angeströmt. Was tun?
Erich fragen!
Telefonat.
Erich gibt Tipps und macht mir Mut.

Flieger zusammenbauen und rauswerfen.
Siehe da sie sauft nicht weg. Fliegerchen wird sogar gehoben. Nur etwas unrund das ganze. Vor allem die linke Wende, die Westliche, ist immer so eine Sache. Beim Ausleiten wird die Needle immer Richtung Hang hereingedrückt. Nachdrücken. Fahrt aufnehmen. Irgendwie schaut das alles nicht sehr dynamisch aus. Needle fliegt zwar, aber ziemlich langsam und durchgebeutelt.
Landung mit dem Wind. Geht leider nicht anders.

Ich denke mir Ballast wäre wohl nicht schlecht.
Gut gedacht. 20 dag mehr zeigen Wirkung.
Die Needle baut Zug auf. Sie beginnt zu pfeifen. Jetzt geht’s dynamisch durch die Wenden. Wie am Südhang bei Nullschiebern brav geübt, fliege ich jetzt auch an die Kante tief heran. Das bringt Druck. Jetzt wird sie wirklich schnell, die Needle. Auch das herum-eiern ist weg. Schön ist das und könnte sich noch eine Zeit lang so fortsetzen lassen. Benden tut’s dann die Sonne. Diese bricht jetzt nämlich durch die Wolken durch und steht genau hinter dem Fliegerchen bei der linken Wende. Das bringt natürlich nix an Übung, weil man die Kurve gar nicht mehr genau beobachten kann. Stress bringt es, das schon. Landen. Freuen. Zusammenpacken. Heimfahren.
Schön war’s!

Klaus

Ps. Ich glaube, die Profis wären noch um einiges ballastierter geflogen …

  • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Jahre, 7 Monaten von Markus.