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  • Dieses Thema hat 11 Antworten und 4 Teilnehmer, und wurde zuletzt aktualisiert vor 4 Jahre von Klaus.
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  • #1383
    Klaus
    Teilnehmer

    Guten Tag!
    Mal sehen ob ich es schaffe ein Thema zu eröffnen?

    SEGELFLIEGEN
    FLUGBERICHTE

    Klaus

    #1384
    Klaus
    Teilnehmer

    Ja!
    Gewonnen!
    Es funktioniert!

    Na dann beginne ich mal mit einem kleinen Bericht.
    Heute 06. Februar 2016, Faschingssamstag.

    Südhang.

    Aus Breitenfurt trötet und hupt es herauf auf die Wiese. Es ist Faschingssamstag. Unten im Ort mehrere Narren. Oben am Hang ein Narr.
    Dieser eine Narr hat beschlossen am 06. Februar, also eigentlich mitten im Winter, seine Needle mal fliegen zu lassen. Ganz ohne Motor, ganz ohne Winde, nur mit den Kräften des Windes und der Sonne, soll sie ihre Bahnen in die Luft schneiden. Ob das wohl gehen wird? Einmal hinunter und wieder retour sollten schon drinnen sein. Letzten Sommer war es ja auch oft so. Anlaufen, werfen, entlang der Bäume wegfliegen, auf Höhe des Kreuzes unten wenden und wieder heraufmühen. Wenn man dann nur ein paar Meter hinunter gehen muss vom Startplatz zum gelandeten Flugzeug, dann hat man schon gewonnen. Das sollte heute am 06. Februar auch drinnen sein.

    13:00 h Es weht ein sehr gleichmäßiger Südost, laut ZAMG so um die 15 km/h. Keine Böen. Eigentlich ein sehr vielversprechender Wind. Und, es ist auch relativ warm. Man spürt die Wärme der Sonne im Gesicht. Das sind doch gar keine schlechten Vorzeichen? Oder?

    Im Ort unten wird das Gehupe und Getröte der Faschingsnarren auch immer dichter. Auch denen dürfte die Sonne und das milde Wetter recht taugen. Deren Höhenflüge dürften sich aber in eine andere Richtung bewegen als die des Narren am Hang. Ich vermute, dass die Faschingsnarren das Gefühl fliegen zu können erst später am Abend ereilen wird, nachdem sie genügend Treibstoff getankt haben. Darauf brauche ich jetzt hier nicht näher einzugehen, da es sich ja um einen Segelflugbeitrag handeln soll und nicht um eine Form des Fliegens, welche Treibstoff benötigt.

    Nun ist das Flugzeug, die Needle bereits fertig montiert und es steht wohl dem ersten Segelflug der Saison 2016 nichts mehr im Wege. Glaubt man, denkt man, hofft man, grübelt man, stutzt man, ja, es beschleicht mich das Gefühl: wer weiß, passt noch alles am Flugzeug? Es ist jetzt einige Zeit zuhause gelegen, und wer weiß, wer weiß? Oft hat man schon bei den Bewerben gesehen, dass ein Flugzeug gestartet wird, bei dem es dann so manches nicht tut, was desssen Pilot meinte dass wohl eh tun wird. Und dann rauft der Pilot, um das Überleben des Flugzeuges, wenn es eben nicht macht, was es machen soll, nämlich so fliegen, wie man es gewöhnt war von ihm. Dieses Gefühl beschleicht nun auch mich, kurz vor dem Start. Also, nochmals die Wurfhand von der Startstellung herunternehmen und nochmals alle Klappen ansehen. Es brummt, es klappt, es wachelt, es butterly’t, es macht was es soll. Gut!

    Start!
    Anlauf!
    Durchziehen!
    Kein stechender Schmerz im Rücken!
    Werfen!
    Und sie fliegt!

    Und wie sie fliegt! Sie steigt! Sie macht Höhe!
    Unglaublich, die Needle klettert über die Baumhöhe hinweg.
    Jetzt habe ich das Gefühl das all das Tröten und Hupen der Faschingsnarren die warme Luft heraufgeschickt hat zu mir und zu meiner Needle. Toll wie sie steigt. Und dann kommt was kommen muss, auch die schönste Narrenthermik ist auch wieder mal vorbei. Jetzt sinkt sie wieder. Jedoch sinkt sie langsam. Es ist kein Nullschieber, aber fast. Was kommt unten? Der Boden, die Wiese. Hier hilft aber der gleichmäßige Südost. Mit ein wenig Mumm in den Knochen, kann man das Flugzeug ganz gut in Bodennähe halten und kurven. Bis sie wieder ein kleine Thermik zu heben beginnt. Steigt, steigt, steigt.

    Das ging ja echt gut heute. Etwas Ballast in die Flächen und wieder dem Tröten der Narren entgegenfliegen. Und jetzt summt sie sogar die Needle! Sie summt zu den Tröten.
    Und weil es so so schön war, ist dann auch wieder Schluss. Am 6. Februar, Faschingssamstag stehen noch andere Dinge an, als Segelfliegen. Zum Beispiel, wie komme ich wieder aus Breitenfurt hinaus? Die Faschingsnarren haben Breitenfurt fest in der Hand. Jedoch als bereits Ortskundiger kennt man die kleine Straße am Fuße des Südhanges …!

    Also, ich kann euch nur empfehlen diese Frühlingstage mitten im Winter zu nützen. Es ist wunderschön!

    Klaus

    #1387
    Markus
    Verwalter

    Hallo Klaus,
    ich bewundere deinen Mut, ich glaube nicht das ich meine Needke am Südhang einfach ohne Winde fliegen würde.hatte da leider schon negative Erfahrungen mit anderen Modellen (Mini Elipse). Aber Hauptsache der Flieger ist wieder gut am Boden angekommen

    #1469
    Klaus
    Teilnehmer

    Flugbericht 17.03.2016
    (und gleichzeitig ein Versuch, ob das Forum tut was es soll?)
    Ja, es ist spannend gewesen am Südhang!
    wienerwald-wetter.at kündigte bis zu 750 W/m2 Sonneneinstrahlung an. Das bedeutet Fliegen gehen. Wäre schön gewesen, wenn da nicht die Pflicht gerufen hätte Brötchen zu verdienen. Doch dann passierte das Wunder vom 17.03.2016.! Ein Anruf: Alles wurde abgesagt. „Macht’s dir eh nix, wenn du heute nicht filmen musst?“ Ja, hmmmpf, oag, najo, was soll man machen, echt oag, na gut, was soll man machen? Das andere Ende der Leitung: „Ja, danke! Vielen Dank!“ ……
    Ha! Gewonnen! 750 W/m2 ich komme!!!!
    Und, es war dann windig am Südhang, sehr windig. Und es war kalt, sehr kalt! Wo waren nun die 750 W/m2? Zu spüren war da nix davon. Gerade mal den Schnee von gestern hat’s weggeschmolzen. Doch dann legte sich der Wind zeitweise etwas und siehe da es wärmte. Needle geworfen! Zaaaawuuuupp nach oben stieg sie weg. Bis halt dann der eisige Wind wieder dazwischen fuhr. Da ging’s dann nur in Bodennähe dahin. Manchmal auch mit Landungen mit Rückenwind in die Maulwurfshügeln, dass der Gatsch nur so spritzte. Jedoch besser Maulwurfshügel, als einer der vielen „Hundsäste“, manche dick wie eine Unterarm. Beni hätte es beinahe an einem anderen Flugtag die Nasenleiste des Freestylers gekostet. Abplatzungen waren da vorhanden, aber glücklicherweise kein Bruch. Arschknapp war das! Es ist halt eine Lotterie, was man da aus dem Glückshut zieht. Alles in Allem hat es sich ausgezahlt heute am Südhang geflogen zu sein. Saudreckig war das Fliegerchen danach. Das lässt sich aber leicht beheben, daheim in der warmen Stube mit einem Putztücherl.
    Klaus

    #1471
    erko48
    Teilnehmer

    Ja, Ja lieber Klaus – Das Forum lebt! Zumindest ein wenig.
    Mit dem Fliegen ist das so eine Sache. Die einen Fliegen und die anderen gehen noch Schifahren. Ich war bei der 2ten Gruppe. Gestern versuchte ich es kurz mit der Winde. Ging gar nicht so schlecht. Trotzdem freue ich mich schon auf wärmere Tage. Und wenn’s trockener ist braucht man auch nicht so viele Putztücher 🙂
    Erich

    #1472
    Klaus
    Teilnehmer

    Ja Erich, das sind halt die Unterschiede!
    Die einen steckt es in den Schnee, die anderen in den Gatsch.

    So ein weicher Boden hat aber auch Vorteile. Er ist schlichtweg Material schonender.
    Der Griff zum Putztuch ist sicherlich besser, als der Griff zum Epoxyd Harz.

    Und jetzt:

    Flugbericht 20.03.2016

    Wind: West
    Geschwindigkeit bis max 40 kmh
    Sicht: sehr dunstig
    Thermik: zeitweise

    Nach diesen Angaben kann man wohl schon rückschließen, das nicht der Südhang das Ziel meines Flugnachmittages war.
    Nun bin ich sicherlich nicht einer der Profi-Piloten in unserem Verein, aber auch ich muss mal an die Sache ran! Ran an den Westhang, wenn es rauer zugeht. Dabei klingelt im Kopf immer die Registrierkasse für Material und Arbeitszeit. Es kann nämlich gar schnell gehen und schon ist man dabei im Klub der Bastler. Aber wer sich nix traut, der kommt auch zu keinen Erfahrungen. Genau diese muss man machen, damit das Fliegen nicht mehr Stress ist, sondern einfach geil ! Raus mit der Needle. Zeitweise beutelt es sie herum wie eine Schaumwaffel. Es tut gut, wenn sie Höhe macht und man etwas Spielraum unter den Tragflächen hat. Manchmal gelingt es sogar mit Hilfe der Thermik. Die Sache ist da oben schon etwas entspannter. Bis es dann wieder mächtig bergab geht. Nur nicht die Nerven verlieren. Wie sagen die Alten Hasen? „Wird schon wieder wos kommen!“ Tut’s auch. Unangenehm wird es, wenn das, was da kommen soll sich ein wenig Zeit lässt und das Flugzeug schon unter dem Augenhorizont fliegt. „Jetzt wäre es aber schon ein bissi sehr günstig, waunn do wos kommen würde!“ Dann der Moment der Erlösung: es kummt! Endlich wieder Höhe! Jetzt wäre Entspannung gut, also Landen!
    Landen? Echt? Landen? Bei dem Westwind? Die Aussicht auf Entspannung, weicht einem Krampf im Kopf! Aber es muss auch mal runter was oben ist. Ich weiß schon, es ist noch nie etwas oben geblieben. Jedoch wie es runterkommt entscheidet zwischen Basteln, oder Freude über einen gelungen Flug. Also Landen! Jetzt! Sofort!

    Landeanflug Höhe ist ausreichend. Jetzt wird gleich die Sonne kommen, ich drehe über West herein. Ja! Da ist die Sonne! Hell ! Viel zu hell! Augen zu und durch. Augen auf! Ähm, hmmm, welche Fluglage? Anfänger! Die Needle dreht nicht so schnell auf den Rücken. Also sollte passen, was sich da oben als grauer Strich zeigt. Es passt. Sie dreht jetzt wieder aus dem Gegenlicht heraus. Nun, wenn da nicht der Westwind wäre, dann wäre alles einfach. So aber fährt der Wind genau 90 ° auf die Needle. Dagegenhalten, sonst gibt’s Bastelabende. Hui, wie das alles schnell geht. Das optimale Fleckchen Westhang fürs Landen will mal getroffen werden. Es lauert auch noch das Lee. Ätschpätsch, diesmal aht es mich nicht darwischt das Lee! Dafür die Kantenaufwinde. Buttefly voll draußen und voll Tiefe. Rechtzeitig gefühlvoll ausleiten stabillisieren, nochmals kurz Butterfly und sie setzt auf wie ein Hubschrauber. Uff! Geschafft!

    Dann gab es noch Flüge mit Ballast und immer mehr Mut dazu! Siehe da sie wurde auch schnell! Nicht so, wie bei den Profis, aber immerhin pfiffen die Flügel bereits beim Vorbeiflug. Die Kante hatte auch etwas an Respekt verloren und so ließ sie die Needle immer schneller jagen. Einmal war etwas viel Ballast im Flugzeug. Da wurde es bei der Landung eng. Keine Höhe beim Anflug und das Lee tat das seine. Na dann landete sie halt ohne Sichtverbindung hinterm Buckel. Ohne Problem, nur ein ein kleines Löch’chen in die Erde gemacht. Nix passiert. Das tiefe anfliegen hatte auch seine Vorteile. Die Sonne blendete nicht und bis zum Verschwinden hinterm Buckel war die Fluglage auch eindeutig.

    Aus jetzt! Das war jetzt genug Bericht. Und ich tu‘ ihn jetzt gar nicht zur Korrektur lesen! Pfeif auf Fehler!
    Schön war der Nachmittag!

    KLaus

    #1474
    Klaus
    Teilnehmer

    Flugbericht 25.03.2016
    Wind: West, Nordwest
    Geschwindigkeit bis max 35 kmh
    Bewölkt
    Thermik: zeitweise

    Flugbericht 27.03.2016
    Wind: Ost, Südost
    Geschwindigkeit bis max 48 kmh
    sonnig
    Thermik: zeitweise (wenn gerade kein Mega-Eiswind)

    Zwei Flugberichte in einem. Gar nicht so schlecht. Immerhin flog ich in kurzem Abstand auf den beiden Vereinshängen und da war der direkte Vergleich gut auszumachen.
    Was taugt mir jetzt mehr nach den Erfahrungen der beiden Tage? West? Süd?
    Jeder hat seine Vorteile. Kaum zu glauben, wer hätte es gedacht, auch seine Nachteile.

    Also, am Westhang kann man eigentlich wirklich von einem Hang sprechen. Mit Hangaufwind und daraus resultierendem Druck unter den Flächen. Wenn da thermisch nix geht, dann kratzt man halt an der Kante in Bodennähe mit den Flügeln im Tiefflug fast Furchen in den Boden. Macht man es richtig, bleibt man oben. Wobei ich jetzt nicht das echte Ankratzen des Bodens, mit anschließenden Überschlägen des Flugzeugs meine. Man bleibt oben, weil die Strömung anhebt. Wird im richtigen Fenster geflogen, so trägt der Kantenwinddruck das Flugzeug hin und her. Das ist schon recht spannend, so knapp über dem Boden in unmittelbarer Nähe vor sich zu fliegen. Irgendwie stellt sich dabei das Gefühl ein man säße selbst im Flugzeug.
    Am Südhang ist das natürlich ganz anders. Da lässt sich nicht wirklich eine Kante ausmachen. Eine langgestreckte Wiese mit Zonen, wo es das Flugzeug heben kann. Aber auch Abschnitten, wo es furchtbar saugen kann Richtung Boden. Das nahe Fliegen an den Bäumen ist gut, weil Winddruck da, aber auch verdammt gefährlich. Da gurkt das Flugzeug zeitweise herum, weil sich gerade so etwas ähnliches wie Thermik einstellt und plötzlich gibt es Wind, der einen in die Bäume drücken möchte. Langsames Fliegen und plötzlicher Seitenwind, braucht es noch mehr an Schilderung? Da wurde mir heute das Flugzeug praktisch unsteuerbar, eine Spielzeug des Windes. Quer voll rechts, Seite voll rechts, Tiefe ordentlich andrücken. Nix geht da Alta, Bam Oida! Doch im letzten Moment greifen die Ruder wieder und nix Bam Oida! Doch die Nerven sind danach servicebedürftig. Bei den nächsten Flügen nixda geht da so nahe an Bam Oida!! Lieber bissi absaufen, als Baumlandung. Ja Absaufen. Das kam auch unheimlich rasch! Es trägt! Suuuuuper! Und wie es trägt, ur suuuuuper!
    Plötzlich, was ist das? Drücke ich steht das Ruder auf Tiefe? Da gehts abwärts wie nur was. Nur jetzt ja nicht ziehen! Abwind, es saugt! Wie sagen die alten Hasen? Fliegen lassen! Los’n fliegen!!! Ich drücke sogar absichtlich ein wenig nach, um durch die Kurve zu kommen und nur ja nicht mit gekippten Tragflächen in der Kurve zu wenig Speed zu haben.
    Am Westhang gibt es das Wegsaufen auch, nur kommt es nicht so brutal daher. Außerdem gibt es dort einen Keller, in dem man sich im Falle des Falles hinunterdrücken kann, um Geschwindigkeit zu halten. Da lässt sich der Boden unter den Flügeln quasi wegschieben. Nur das Landen ist halt am Westhang wieder so eine Sache. Das eigentliche optimale Landefeld ist gar nicht groß. Das Lee ist da und überall, wenn man sich ein wenig „verfliegt“. Da verzeiht der Süd natürlich wieder mehr. Da geht es sogar mit dem Wind landen, wenn man sehr knapp über den Boden die Energie aus dem Flugzeug „rausfliegt“. Das Rascheln des Grases ist ein guter Indikator dafür, dass man so richtig Tief ist. Am West gilt das Motto: jetzt, oder nie. Runter!! Irgendwo unten zwischen Strommaste und nix mehr sehen zu landen ist halt auch eine zweifelhafte eher unsicher Alternative. Und am West kann man sich so richtig verbremsen. Tiefer Anflug aus Richtung Nord, sodann mit einer kleinen Drehung gegen den Wind ausrichten. Butterfly kurz setzen um zu bremsen. Tja, das war zu früh gebremst. Die Butterflys waren wirklich nur ein kurzes Raus-rein, aber noch im Lee. Den Rest kann sich der alte Hase vorstellen. Flügel kratzen den Boden und schon liegt das Fliegerchen am Rücken. Passiert ist aber nix. Die Geschwindigkeit war halt schon sehr gering. Geht sich am Süd etwas nicht wirklich aus, dann hatscht man halt. Besser hatschen, als harzen ….
    Noch etwas!
    Am West gab es einen Schwarzflieger!!!! Nicht angemeldet und aggressiv!
    Sehr aggressiv sogar. Ich flog brav und gesittet in einer Thermik herum und plötzlich gab es eine Verfolgungsjagd. Hat doch glatt eine Krähe versucht die Needle vom Himmel zu holen!! Die flog echte Attacken mit Geschrei. Haxerl ausgefahren, wie zum Beutegriff. Jedoch das Ausfahren hat ihr die Speed rausgenommen und das schwarze Luder sich regelmäßig verbremst. Wollte ich ihr einen Erfolg gegönnt haben, dann hätte ich mit den Butterflys ebenfalls bremsen müssen. Ich wollte aber nicht. Dann kam ich wieder zur Kante näher und das Theater war zu Ende.

    Jetzt glühen mir schon die Finger,
    und
    aus jetzt!!!!

    Klaus

    #1475
    Klaus
    Teilnehmer

    Flugbericht 28.03.2016
    Wind: Ost, Südost
    Geschwindigkeit bis max 40 kmh
    sonnig
    Thermik: praktisch keine

    Wetter quasi wie gestern.
    Wind etwas weniger, wie gestern.
    Thermik? Was ist das?
    So war das Fliegen am Südhang nicht berauschend. Manchmal sogar gefährlich für die Needle. Wenn der Wind so richtig auf Ost drehte, dann war das hinuntersaugen perfekt. Unten beim Kreuz, wo es einem normalerweise an der kleinen Kuppe hebt: nix!! Gar nix!!! Aber die Kurve muss man zu Ende fliegen. Nur ja nicht ziehen. Wie aber dann um die Kurve kommen? Also Flach bleiben und Richtung Rechter Graben ausfliegen. „Harharhar!“, da lauerte erst recht das Lee! Mit Müh und Not verschwindet das Flugzeug nicht hinter der Kante. Ich kann sie wieder heraufholen. Geschafft!
    Doch man gibt nicht auf. Der nächste und der nächste durchgebeutelte unnötige Ritt. Mann will ja ein Held sein. Manchmal gelingt es auch und manchmal rutscht das Herz in die Hose. Mit Glück geht sich oben beim Start eine Wende aus und kann gegen den Wind landen.
    Ja ja, das Landen. „Harharhar!“Nr.2 ….Wie lange braucht der Schall um bei einem anzukommen? Jedenfalls bemerkt das Ohr, das Auge schon den Unterschied zwischen Sehen und Hören, wenn Pilot weiter unten landen muss. Fein wird es bei diesem Geräusch. Flugzeug setzt auf. Auge sieht es. Der Schall kommt. „sssssssfffft“, das Gras. „zack“, das Holz.
    DAAAAAS HOOOOOOLZ!!!!!!!
    Schon wieder ein Ast!!! Ich hoffte mich verhört zu haben. Fußmarsch hinunter zur Needle. „ssssssssfffft“, war richtig. „zack“, war richtig. Meine Sinne haben mich nicht getäuscht, aber beinahe ausrasten lassen beim Anblick des Astes. Passiert ist nix, das „sssssssfffft“ bremste offensichtlich gut genug bis zum „Zack“. Da möchte ich anmerken, dass ich die Wiese zuvor abgegangen bin um Hundestöckchen einzusammeln. Wer Brennholz braucht, der möge sich dieses beim Montagetisch abholen. Ja, und den Maulwurfshügeln bin ich mit dem Eisenrechen zu Leibe gerückt. Alles besser als harzen …

    Ein paar kleine schöne Runden waren auch dabei. Der Vollständigkeit halber geschrieben.

    Klaus

    Flugbericht 28.03.2016 16:30h
    Wind: Nord-Nord-West
    Geschwindigkeit bis max 38 kmh
    stark bewölkt, manchmal kurze Sonnenfenster
    Thermik: praktisch keine

    Westhang

    Niemand war da. Keiner zum Fragen. Soll ich bei den Bedingungen die Needle rauswerfen? Ist das Wetter eine Drohung zum Basteln? Hmmmm ?
    Mal die Hangkante abgehen. Wie verhält es sich da mit dem Wind?
    Wie gedacht, die westliche Seite des Hanges liegt etwas im Lee, oder sollte man besser sagen ist schlecht angeströmt. Was tun?
    Erich fragen!
    Telefonat.
    Erich gibt Tipps und macht mir Mut.

    Flieger zusammenbauen und rauswerfen.
    Siehe da sie sauft nicht weg. Fliegerchen wird sogar gehoben. Nur etwas unrund das ganze. Vor allem die linke Wende, die Westliche, ist immer so eine Sache. Beim Ausleiten wird die Needle immer Richtung Hang hereingedrückt. Nachdrücken. Fahrt aufnehmen. Irgendwie schaut das alles nicht sehr dynamisch aus. Needle fliegt zwar, aber ziemlich langsam und durchgebeutelt.
    Landung mit dem Wind. Geht leider nicht anders.

    Ich denke mir Ballast wäre wohl nicht schlecht.
    Gut gedacht. 20 dag mehr zeigen Wirkung.
    Die Needle baut Zug auf. Sie beginnt zu pfeifen. Jetzt geht’s dynamisch durch die Wenden. Wie am Südhang bei Nullschiebern brav geübt, fliege ich jetzt auch an die Kante tief heran. Das bringt Druck. Jetzt wird sie wirklich schnell, die Needle. Auch das herum-eiern ist weg. Schön ist das und könnte sich noch eine Zeit lang so fortsetzen lassen. Benden tut’s dann die Sonne. Diese bricht jetzt nämlich durch die Wolken durch und steht genau hinter dem Fliegerchen bei der linken Wende. Das bringt natürlich nix an Übung, weil man die Kurve gar nicht mehr genau beobachten kann. Stress bringt es, das schon. Landen. Freuen. Zusammenpacken. Heimfahren.
    Schön war’s!

    Klaus

    Ps. Ich glaube, die Profis wären noch um einiges ballastierter geflogen …

    • Diese Antwort wurde geändert vor 5 Jahre, 7 Monaten von Markus.
    #1913
    LowAndSlow
    Teilnehmer

    Schöner, alter Westhang !
    Nicht viele Worte, letzten Sonntag Vormittag (Muttertag!) war ich 2 Stunden oben fliegen. Nach langer, viel zu langer Zeit war ich wieder oben und wurde mit schönstem Wetter, Hangaufwind (3-4 bft) und auch netter Thermik belohnt. Mit meinem neuen Fluggerät war es einfach traumhaft zu fliegen – seht selbst: ich habe 2 Videos auf YouTube gestellt.

    Flug1

    Flug2

    #1914
    LowAndSlow
    Teilnehmer

    #2056
    Klaus
    Teilnehmer

    Weil es so schön war schreib ich wieder mal einen kurzen Flugbericht.
    Wo?
    Sittendorf.
    Wind, SO, eh klar, sonst ging’s ja nicht mit einem Segler.
    Windspitzen bis 40 Km/h
    Temperatur: 11°C
    13:30 – 15:00h

    Licht und Wetter entsprechen der Jahreszeit. Bei der rechten Wende am Hang fliegt man gegen die schon ziemlich tief stehende Sonne. Die Sicht ist dementsprechend ungünstig. Gerade die rechte Wende ist aber die gefinkeltere, weil man hier eher mit dem Wind anfliegt und dann gegen den Wind eindreht. Gefahr des Strömungsabrisses lauert.
    Zuerst fliege ich die Needle leer. So leicht schwimmt sie aber nur herum und zieht in den Wenden überhaupt nicht durch. Also, Ballast hinein, 500 g. Jetzt steigt sie zwar nicht mehr so leicht weg, macht aber ordentliche Fahrt. Die Kurven gehen jetzt auch viel besser. Kommt noch ein Blaserl dazu, wird es wunderbar flott. So fliegt es sich einige Zeit recht anspruchsvoll. Bis aus dem heiteren Himmel heraus in der rechten Wende jemand auf die Flächen draufzulatschen scheint. Ein Saufer der Extraklasse! Ich fliege hinaus. Draußen scheint sie wieder zu steigen. So soll es sein. Aber! Zu früh gefreut. Jetzt geht draußen auch nix mehr.
    Immer tiefer und tiefer gleitet sie hinunter. Da wird’s keinen Anschluss zu einem Blaserl mehr geben, so tief unten. Vorbereitung für eine Außenlandung. Schatten beobachten. Wo taucht er auf? Ja, da ist er! Und nun gegen den Wind die Wiese mit Butterfly abfliegen. Na hoffentlich geht sich das aus mit der Strauchgruppe. Muss sich ausgehen, weil aus den Wind möchte ich sie nicht mehr rausdrehen, sonst schmiert sie mir womöglich weg. Es geht sich aus. Sie setzt auf. Unten werde ich sehen, dass bis zur Strauchgruppe noch zirka 10 – 15 Meter Platz war.
    Runterhatschen. Ganz schön weit weg. Passiert ist gar nichts. Hat offensichtlich butterweich aufgesetzt.
    Wieder rauf auf den Hügel. Gewichter raus und noch einige schöne Runden in der bereits merkbar nachlassenden SO Strömung geflogen.
    Abgerundet wird der Flugtag mit einem ordentlichen Essen im Gasthaus Kühmayer.

    Zum Segelfliegen kann ich den Sittendorfer Süd-Hang nur weiterempfehlen!

    Klaus

    #2057
    Klaus
    Teilnehmer

    Braunsberg – Westkante.
    Wind, W,
    Windspitzen bis 11 – 12 m/sek
    Temperatur: 8°C
    14:00 – 15:30h

    Ordentlich bläst der Wind und das fast kontinuierlich.
    Zeitweise kommt auch Thermik dazu.

    3 Piloten fliegen bereits.
    Ferro übt bei den Bäumen, die anderen beiden an der Westkante.
    Letztere fliegen kein Wendentraining. Sie steigen hoch, um dann im Höllentempo durchzuziehen vor der Kante mit allerlei Kunstflugstückerln.

    Ich sehe mir das eine Zeit lang an, um zu erkennen, wie da meine Needle dazupassen würde. Das Thema wäre Crash in der Luft. Ich spreche mit ihnen und starte auch. Ich werfe selbst.
    Es beutelt mächtig beim Rausfliegen. Ich ziehe etwas am Höhenruder und die Needle fliegt sofort ein Männchen. Das Höhenruder hat relativ große Ausschläge. Sofort nachgedrückt und weit nach unten angestochen um von der Kante wegzukommen. Draußen geht es in die Höhe, endlos. Ein motorisierter Segler würde nicht schneller steigen. Gewicht? 500 g. Ziemlich zu wenig. Mir fehlt da noch die Erfahrung. Wenden fliegen. Es geht wie die Sau. Jedoch habe ich immer ein mulmiges Gefühl wegen der anderen drei Segler neben, ober, unter mir. Es geht alles sehr schnell. Plötzlich ist ein andere da und auch schon wieder weg. Reine Lotterie, ob man zusammenkracht, oder eben nicht. Die beiden von der Westkante landen bald. Ferro ist nicht so auf meinem Kurs, außerdem fliegt er berechenbar. Bald landet auch er. Jetzt bin ich allein oben und fliege entspannter. Versuche nun einen Rhythmus der Wenden zu fliegen. Gleichmäßigkeit hat schon was. Nach zirka einer viertel Stunde kommt auch für mich das Landen.
    Mit dem Wind einfliegen. Höllentempo!!! gegendrehen. Klappen. Ein bisschen zu lange die Butterflys gesetzt gehabt und sie kommt nicht wirklich zum gewünschte Landepunkt. Zu lange herumkünsteln kommt nicht in Frage, sonst packt sie noch ein Böe und haut das Flugzeug unkontrolliert in den Boden. Anzeichen dafür sind ja da. Setzt sie halt ein paar 10 Meter oberhalb auf. Hauptsache sie ist herunten; nachdem sogar Ferro die Wiese zuerst mit den Flächen berührt hat und etwas quer landete, sind ein paar 10 Meter keine Schande.
    Pause. Aufwärmen. Tratsch mit Ferro.
    Es folgt noch ein zweiter Durchgang an der Kante. Der Wind ist etwas gnädiger geworden.
    Ich bin dann der letzte der Piloten, der den Braunsberg wieder den Seeadlern überlässt. Die waren, beiläufig gesagt, auch im Hangaufwind der Westkante die wahren Piloten des Braunsberges.
    Ferro meinte, es würde nächste Woche der erste Schnee kommen und somit Braunsberg 2017 beendet sein. Na, schaun wir mal …..

    Klaus

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